Warum ich auf der Insel Milos tatsächlich richtig zur mir fand und wieso diese Insel mir so viel Ruhe, Gelassenheit und Zuversicht gibt? 

Die Mischung, die diese Insel bietet, führt zu meinen Empfindungen: 

Es sind zum einen die Menschen, die hier leben, deren freundliche Art und Ausgeglichenheit sofort auf einen rüber springt, ihre Räume mit den typischen griechischen Gassen und Häusern.

Zum anderen ist es die Natur mit ihren Farben: Die hunderte verschiede Blauakzente des Meeres und noch viel mehr, wenn man den Himmel dazu nimmt. Die Landschaft, mit seinen Grüntönen und wie sie im Meeresblau endet, um sich von dort wieder mit dem leuchtend blauen Himmel zu vereinen.  Hier und da mal eine gelbe, violette oder orangefarbene Blume – die ich alle als „Überlebenskünstler“ bezeichne – lassen mein Herz höherschlagen und gleichzeitig wird mein Kopf angenehm leer. Nur die Farben und ich. Nur Natur pur und ich. 

 

Diese 2 Eigenschaften findet man an mehreren Orten, wo Meer und grünes Land miteinander verschmelzen – was ist also dann das Besondere auf der Insel Milos? 

Das Vulkangestein, mit allem, was es hier zu bieten hat. Wenn man mit nackten Füßen auf den teilweise heißen Steinen läuft, spürt man sofort eine Erdung, die absolute Verbindung des Körpers und der Erdkruste. 

Wenn man mit der Nase an den verschiedene Minerale enthaltenden Steinen schnuppert, entspannt sich die Nase und die sanfte Duftnote zieht sich bis zur Amygdala in unserem Gehirn, um von dort positive Signale an unseren Präfrontalen Cortex (PFC) weiterzuleiten. Unser PFC reagiert sofort und wählt als passende Verhaltensweise die neurale Entspannung. 

Wenn man die Steine mit den Händen streichelt, vibriert die Handoberfläche und gibt den energetischen Impuls bis zu den Füßen durch den gesamten Körper durch. Beim Betrachten der vulkanischen Felsen kann das Auge gar nicht die Abstufung der Farben, die diese Felsen haben, auf einmal registrieren. Der Kopf dreht sich hin und her, die Augen verweilen eine Weile an einem Teilbild und man wundert sich noch darüber was man sieht, man versucht noch die Farbe zu dekodieren und schon dreht sich der Kopf und es beginnt alles von vorne. Unzählige Male stand ich so an den schönsten Stränden auf Milos und habe versucht zu begreifen was nicht zu begreifen ist. 

 

Meine Söhne fragten mich einmal: „Mama, weiß Du, dass die menschliche Auge ca. 20 Millionen Farben unterscheiden kann?“. Nein, ich wusste das nicht, bis ich an den verschiedenen Stränden von Milos stand. 

Es ist kaum zu beschreiben und auch die Fotos können die Wirklichkeit nicht richtig wiedergeben. Man fühlt diese Insel mit Körper, Geist und Seele.


Insgesamt durfte ich bis jetzt 225 wundervolle Tage auf Milos verbringen. 

Meine Suche ist nun beendet, ich habe meinen Kraftort gefunden, habe mein strahlendes, leuchtendes ICH gefunden. 

Ich bin lucet clara blue 

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